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Wir BauFrauen engagieren uns!

Wir hinterfragen, wir kooperieren, wir netzwerken, wir hören zu, wir treten ein

für mehr Transparenz, mehr Diskussion, mehr Demokratie in der Kammer
Der formelle Ablauf der zweimal im Jahr stattfindenden Vertreterversammlung lässt nicht viel Raum für Diskussionen. Umso wichtiger ist die Diskussion im Vorfeld – mit den relevanten Informationen und mit möglichen Alternativen – um auf einem transparenten Weg zu demokratischen Entscheidungen zu gelangen.

für mehr Anerkennung und Unterstützung des Ehrenamts
Ehrenamtliches Engagement ist so gut, wie gut es eingebunden ist in ein größeres Ganzes und in eine sinnvolle Organisation. Die Ergebnisse der verschiedenen Gremien sind es Wert, angemessen berücksichtigt zu werden. Das Backoffice in den Verbänden und Gruppierungen, das für die Arbeit in der Kammer nötig ist, soll finanziell unterstützt werden.

für eine Überprüfung der Selbstdarstellung auf der Website
Welche Veranstaltungen, welche Aktivitäten, welche Informationen sind sinnvoll? Wie ist die Resonanz in den Medien? Welche Botschaft kommt in der Öffentlichkeit an? Erreichen wir unsere Zielgruppen oder drehen wir uns im eigenen Dunstkreis? Können wir vermitteln, dass Baukultur auch Alltagskultur sein kann?

für mehr Service für Mitglieder und Verbände
Eine Fülle von Informationen und Daten ist in unserer Geschäftstelle vorhanden, ist aber schlecht greifbar. Viele Fragen könnten schon beantwortet werden mit einer sinnvollen Suchfunktion auf der Website und einer nachvollziehbaren Struktur. Damit mehr Zeit bleibt für Fragen und Anliegen, die nur in einem direkten Gespräch geklärt werden können.

für mehr Pragmatismus in der Selbsteinschätzung
Schöpfertum oder Dienstleistung? Generalisten- oder Spezialistentum? Der Spagat zwischen Kreativität und Anpassungsdruck ist eine echte Herausforderung. Den Gesamtüberblick generalistisch behalten oder das „Werk“ aufteilen unter Spezialisten? Was können wir, was können wir nicht? Das Bild der ArchitektIn und die Wertschätzung der Planungsleistungen ist immer wieder neu zu definieren!

für weniger Privatisierung der Verantwortung
Der Rückzug des Gesetzgebers hat nicht entbürokratisiert, sondern die gesellschaftliche Verantwortung privatisiert und unterschiedlichste Betätigungsfelder für fachfremde Berufsgruppen eröffnet. Die Deregulierung auf staatlicher Seite und die Überregulierung in den Fachdisziplinen führt für BauherrInnen und ArchitektInnen zu einem unsäglichen Kompetenzwirrwarr.

für mehr Mut zu klaren Positionen und Entscheidungen
Immer mehr Regularien verhindern, dass zügig Entscheidungen getroffen werden, die Fragestellungen werden auf zu viele Köpfe verteilt, die sich in alle möglichen Richtungen absichern. Die Entscheidungsprozesse dauern und der langwierige Gang durch die Instanzen steht oft an Stelle von effektiver, ergebnisorientierter Arbeit.

für mehr Forderungen zu Stadtplanung und Bodenpolitik
Stadtplanung als ureigenste Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung darf nicht privaten Investoren überlassen werden. Das nicht vermehrbare Kapital der öffentlichen Flächen darf nicht der Bürgergesellschaft entzogen werden. Preisgünstiger Wohnraum als existenzielle Lebensgrundlage darf nicht wie ein beliebiges Wirtschaftsgut den marktwirtschaftlichen Prinzipien unterworfen werden.

für mehr Gemeinsamkeit im Föderalismus
Wir sind nur stark, wenn wir auf dem politischen Feld gemeinsam mit einer Stimme sprechen. Dafür ist die Bundesarchitektenkammer da und entsprechend gestärkt kann sie diese Aufgabe erfüllen. Und wir können viel Zeit und Kraft sparen, wenn wir zum Beispiel einfach von anderen Kammern Erarbeitetes übernehmen. Wir müssen nicht immer im föderalen Wettbewerb stehen.

für Beschränkung auf das Wesentliche in den Normen
Normen sind nur anwendbar, wenn sie sich auf das Wesentliche beschränken und nicht Teilaspekte bis in die tiefste Tiefe ausloten – und dabei die Interessen einzelner Lobbygruppen zu stark einfließen. Der Berufsstand muss sich hier deutlich positionieren, noch mehr einbringen und vor allem: Allianzen bilden!

für umweltbewusstes Denken, Planen und Bauen
Der Klimawandel erfordert verstärkt Achtsamkeit und zukunftsfähiges Handeln in (fast) allen Lebensbereichen. Für den Bau stehen die Strategien der Nachhaltigkeit im Fokus – der sorgsame Umgang mit Natur und Ressourcen, eine Reduktion auf Notwendiges, die Optimierung von Kreislaufprozessen, ein effizienter Energieeinsatz und, für uns besonders, das kreative Lernen aus der regionalen Baukultur. Alle am Bau Beteiligten sind gefordert!

für eine angemessene Ausbildungsdauer in allen Fachrichtungen
Die Komplexität und die Verantwortung erfordern eine entsprechend lange Ausbildungszeit. Berufspraxis muss weiterhin die Voraussetzung für eine Eintragung sein. Und das bitte für alle Fachrichtungen gleich lang und in allen Länderkammern einheitlich. Bayern hat hier immer noch Nachholbedarf!

für mehr Chancengleichheit in den Büros
Das Modell der Rund-um-die-Uhr-Arbeit, des Immer-im-Dienst-Seins lässt wenig Zeit für Familie, für Ehrenamt und andere Lebensentwürfe. Das „Heldentum der Arbeit“ ist bereits im Rückzug, aber die Vereinbarkeit von Beruf und Familie  ­- für alle! – ist nach wie vor ein offenes Feld. Ein wichtiger Schritt dazu wäre die Chancengleichheit bei der aktiven Eltern-Zeit. Denn nicht nur Frauen wollen Kinder! Und dann noch der berüchtigte Gender-Pay-Gap…, Schluss damit!

Aus taktischen Gründen leise zu treten hat sich noch immer als Fehler erwiesen.

Johanna Dohnal
österreichische Politikerin 1939–2010

Links

BauFrauen – Netzwerk für Frauen in der Architektur www.baufrauen.de

Bayerische Architektenkammer www.byak.de

 Arbeitszeitmodelle www.aknw.de

Frauen in der Architektur www.mediatum.ub.tum.de

Gender Pay Gap www.bak.de

Torte der Wahrheit

Wer in Deutschland Kinder hat

Quelle: Die Zeit 07-2021 Seite 6 von Katja Berlin

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